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Trinkwasserverordnung
Pflichtuntersuchung bei gewerblichen Gebäuden

Die gesetzliche Frist für die Erstuntersuchung von Trinkwasseranlagen im gewerblichen Bereich ist bereits überschritten. Zudem muss sie alle drei Jahre wiederholt werden, wenn die Anlage bestimmte Bedingungen erfüllt. Wir informieren Sie!

Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung

Für die Betreiber von Trinkwasseranlagen in gewerblich genutzten Gebäuden gelten besondere Pflichten: Wartung und Instandhaltung. Die Anforderungen an Werkstoffe und Trinkwasser­installationen werden durch die Trinkwasser­verord­nung (TrinkwV) geregelt.

Ziel ist es, dass die Anlage den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht. Diese ergeben sich aus den festen DIN Normen und sind uns, als Ihrem Fachbetrieb, bekannt.

Zuständig für eine rechtzeitige Überprüfung ist jeweils der Betreiber der Trinkwasseranlage. Dies ist in den meisten Fällen der Eigentümer des Gebäudes. Wenn Sie für eine Trinkwasseranlage verantwortlich sind und bisher keine Erstuntersuchung in Auftrag gegeben haben, sollten Sie nun schnell tätig werden. Hierbei sollten Sie beachten, dass alle Unterlagen, die eine Prüfung und deren Ergebnisse belegen, mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden müssen.


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

In der Trinkwasserverordnung werden unter anderem folgende Punkte genannt:

  • Arbeit an Trinkwasserinstallationen nur von Fachunternehmen
  • regelmäßige Wartung für untersuchungspflichtige Großanlagen (selbstständig nachkommen - ohne Aufforderung durch das Gesundheitsamt)
  • Festlegung der ersten Untersuchung auf Legionellen für untersuchungspflichtige Großanlagen, die in festgelegten Abschnitten wiederholt werden müssen
  • bauliche Trennung von Trinkwasser- und Nichttrinkwasserinstallationen
  • Kennzeichnungspflicht von Nichttrinkwasseranlagen
  • Entnahme von Trinkwasserproben für mikrobiologische und chemische Untersuchungen nur vom zertifizierten Fachmann
  • Untersuchungs- und Aufzeichnungspflichten (Für dokumentierte Prüfungsunterlagen gelten zehn Jahre Aufbe­wah­rungs­pflicht!)
  • Pflicht zur Information der Verbraucher
Welche Pflichten entstehen bei gewerblichen Gebäuden?

Alle Installationen im Bereich Trinkwasser müssen in regelmäßigen Zeitabständen untersucht werden, wenn:

  • eine Großanlage zur Trink­wasser­erwärmung installiert ist.
  • Anlagen installiert sind, die eine Vernebelung (z.B. Duschen) des Wassers möglich machen.

Grundsätzlich gilt: Alle Unterlagen, die eine Prüfung und deren Ergebnisse belegen, müssen mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden.

Achtung: Der späteste Zeitpunkt für die Erstuntersuchung auf Legionellen bei diesen Anlagen ist bereits überschritten. Das bedeutet, dass die verpflichtende Erstuntersuchung bereits hätte erfolgt sein müssen.

Die Erstuntersuchung Ihrer Anlage steht noch aus? Wenden Sie sich an uns!

Welche Pflichten entstehen bei öffentlichen Gebäuden?

Pflichtuntersuchung bei öffentlichen Gebäuden

Gebäude gelten als öffentliche Gebäude, wenn die Trinkwasserinstallationen einem wechselnden Personenkreis zur Verfügung steht.

Unter diese Kategorie fallen z. B. KiTas, Schu­len, Stadien, Hotels oder Krankenhäuser. Hier wird aber noch einmal differenziert. Einige öffentliche Gebäude wie Hotels können vom Gesundheitsamt entweder als öffentlich oder als gewerblich ausgelegt werden. Im Zweifel­sfall empfiehlt es sich, nachzufragen. Im Be­reich der öffentlichen Gebäude wird zwi­schen Gebäuden mit und ohne Risiko­grup­pe unterschieden. Im ersten Fall (mit Risiko­gruppe) gilt ausnahmslos eine Überprüfung im Einjahresintervall.

Ansonsten ist es unter bestimmten Voraus­setzungen möglich, den Untersuchungs­zeit­raum auf bis zu drei Jahre zu erweitern. Hierfür müssen drei Überprüfungen, die jeweils im Einjahresrhytmus entnommen wurden, unbe­denklich gewesen sein. Außer­dem dürfen keine deutlichen Leerstands­zeiten für das Gebäude vorliegen und alle Installationen im Trinkwasserbereich müssen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Trinkwasserverordnung

Die Frist für die Erstuntersuchung auf Legionellen bei untersuchungspflichtigen Anlagen im Bereich öffentlicher Gebäude ist bereits abgelaufen. Wenn Sie für eine der beschriebenen Anlagen in einem öffentlichen Gebäude verantwortlich sind und bisher keine solche Untersuchung in Auftrag gegeben haben, sollten Sie unbedingt schnellstmöglich tätig werden. Zusätzlich muss die Entnahme von Proben jährlich wiederholt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich der Zeitraum bei öffentlichen Gebäuden ohne Risikogruppen auf bis zu drei Jahre erhöhen. Achtung: Für Neuinstallationen von Großanlagen im Bereich der öffentlichen Gebäude besteht nach wie vor eine Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt (Meldepflicht).

Was ist eine untersuchungspflichtige Anlage?

Was ist eine untersuchungspflichtige Anlage?

Als untersuchungspflichtige Trinkwasseranlage gelten bestimmte Großanlagen

Die betroffenen Großanlagen sind Anlagen zur Erwärmung von Trinkwasser mit mehr als 400 Litern (Speichervolumen). Dies gilt ebenso bei Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt bei der längsten Rohrleitung.

Es reicht, wenn eines der Kriterien erfüllt ist. Folglich ist eine untersuchungspflichtige Großanlage auch eine Trinkwasseranlage, die zwischen der am weitesten entfernten Wasserentnahmestelle und dem Gerät zur Erwärmung des Wassers mehr als 3 Liter Wasserinhalt beinhaltet.

Trinkwasserverordnung
Was sind Legionellen?

Was sind Legionellen?

Legionellen sind eine im Wasser lebende Bakterienart, die dem Menschen gefährlich werden können.

Die besten Bedingungen für diese Bakterien sind im Bereich von 25 bis 50 °C mit einer geringen Frischwasserzufuhr. Der Namens­geber für diese Bakterien ist die Legionärs­krankheit. Wenn diese Bakterien lange in einem Rohrsystem verweilen können und günstige Wachstumsbedingungen haben, besteht die Gefahr der Ausbreitung der Bak­te­rien. Eine Übertragung von Legionellen ist theoretisch schon durch einfachen Kontakt mit dem Leitungswasser möglich. Aber nicht jede Berührung mit Legionellen führt zu einer Gefährdung der Gesundheit.

Ein gesunder Mensch, der legionellenhaltiges Wasser zu sich nimmt, sollte normalerweise gesund bleiben. Wenn das Wasser aber nebelig zerstäubt wird, wie z. B. in einer Klima­anlage oder beim Du­schen (Was­ser­dampf), besteht die Möglichkeit, dass die Bakterien in tiefe Lungenbereiche ein­drin­gen. Das Ein­at­men solches zerstäubten Wassers ist sehr gefährlich. Alles, was Wasser also in Form von Wassertröpfchen abgibt, ist gesund­heits­gefährdend, sofern Legionellen in dem darin enthaltenen Wasser vorhanden sind.

Trinkwasserverordnung
Trinkwasser muss sauber sein! Aus diesem Grund muss es regelmäßig überprüft werden.

Schließlich nutzen wir Trinkwasser nicht nur in Bereichen, in welchen die Qualität eine untergeordnete Rolle spielt (Toilettenspülung), sondern auch zum Kochen, zur Körperpflege und (wie der Name besagt) zum Trinken.

Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung
Trinkwasserverordnung

Die Qualität des Trinkwassers ist nicht nur abhängig vom Härtegrad etc.: auch alte oder beschädigte Leitungen und Mängel an Zapfstellen können sie immens beeinträchtigen. Die Anforderungen an u.a. Werkstoffe und Trinkwasser­installationen werden durch die Trinkwasser­verord­nung (TrinkwV) geregelt.

Zum 1. November 2011 trat die Erste Verordnung zur Ände­rung der Trinkwasserverordnung in Kraft. Seitdem gab es immer wieder Ergänzungen mit zahlreichen Neuerungen in diesem Bereich. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Trink­wasser­verordnung näher vor.


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

In der Trinkwasserverordnung werden unter anderem folgende Punkte genannt:

  • Arbeit an Trinkwasserinstallationen nur von Fachunternehmen
  • regelmäßige Wartung für untersuchungspflichtige Großanlagen (selbstständig nachkommen - ohne Aufforderung durch das Gesundheitsamt)
  • Festlegung der ersten Untersuchung auf Legionellen für untersuchungspflichtige Großanlagen, die in festgelegten Abschnitten wiederholt werden müssen
  • bauliche Trennung von Trinkwasser- und Nichttrinkwasserinstallationen
  • Kennzeichnungspflicht von Nichttrinkwasseranlagen
  • Entnahme von Trinkwasserproben für mikrobiologische und chemische Untersuchungen nur vom zertifizierten Fachmann
  • Untersuchungs- und Aufzeichnungspflichten (Für dokumentierte Prüfungsunterlagen gelten zehn Jahre Aufbe­wah­rungs­pflicht!)
  • Pflicht zur Information der Verbraucher

Für die Betreiber von Trinkwasseranlagen gelten somit besondere Pflichten: Wartung und Instandhaltung.

Ziel ist es, dass die Anlage den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht. Diese ergeben sich aus den Normen DIN EN 806, DIN EN 1717 sowie DIN 1988 und sind uns, als Ihrem Fachbetrieb, bekannt.

Was zählt als Trinkwasser?

Was zählt als Trinkwasser?

Unter Trinkwasser versteht man im Allgemeinen: Wasser, welches für den menschlichen Gebrauch gedacht ist.

Hierbei gibt es Ausnahmen von dieser all­ge­mein gehaltenen Regel. Wasser, welches sich zum Beispiel in Geräten befindet, für die eine Sicherheitsvorrichtung vorgeschrieben ist, ist davon nicht betroffen. Einige Überlauf­garni­turen und Wannenarmaturen mit eingebauter Sicherung können diese Prämissen erfüllen.

Diese und andere Ausnahmeregelungen müssen also beachtet werden. In Paragraph 3 ist genau geregelt, was genau mit Trink­was­serinstallation, einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung gemeint ist.

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Was bedeutet das für private Bauherren?

Informationen für private Bauherren

Eine Untersuchung ist bei Ihnen nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber ratsam. Bestimmte Signale sollten zudem beachtet werden.

Auch, wenn für Installationen im Bereich Trinkwasser bei Ein- und Zweifamilienhäusern keine generelle Pflicht besteht, die Anlagen auf Legionellen untersuchen zu müssen, sollten Sie einmal über einen Trinkwasser-Check nachdenken. So sind Sie auf der sicheren Seite. Sollten Sie sich für eine Überprüfung entscheiden, müssen Sie, als Hausbesitzer, diese selbst in Auftrag geben. Außerdem sollten Sie folgende Signale dringend beachten:

  • Sie hören merkwürdige Geräusche beim Entnehmen von Wasser und bemerken zudem Druckschwankungen bei der Entnahme.
  • Ihre Trinkwasserinstallationsanlage benötigt außergewöhnlich lange, bis kaltes oder warmes Wasser aus den Leitungen kommt.
  • Sie vermuten bereits eine Konta­mi­nierung mit Keimen.
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Was bedeutet das für Mieter?

Informationen für Mieter

Alle Installationen im Bereich Trinkwasser in Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten müssen in regelmäßigem Turnus vom Vermieter verpflichtend auf Legionellen untersucht werden, wenn:

  • eine Großanlage zur Trinkwasser­erwärmung installiert ist.
  • Anlagen installiert sind, die eine Vernebelung (z.B. Duschen) des Wassers möglich machen.

Ihr Vermieter ist für die Überprüfung des Trink­wassers zuständig. Sie, als Mieter, können Ihren Vermieter auf diese Pflicht aufmerksam machen. Sollte bei einer Untersuchung eine Kontaminierung (Verunreinigung) des Trinkwassers festgestellt werden, ist Ihr Vermieter unverzüglich zu Gegenmaßnahmen verpflichtet.

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Achtung: Die Frist für die Erstuntersuchung auf Legionellen bei diesen Anlagen ist bereits abgelaufen. Die verpflichtende Erstuntersuchung hätte bereits erfolgt sein müssen. Zusätzlich muss die Entnahme von Proben mindestens alle drei Jahre wiederholt werden.

Was ist eine untersuchungspflichtige Anlage?

Was ist eine untersuchungspflichtige Anlage?

Als untersuchungspflichtige Trinkwasseranlage gelten bestimmte Großanlagen, die meist in größeren Wohnobjekten installiert sind.

Ein- und Zweifamilienhäuser sind von der Untersuchungspflicht ausgenommen. Die betroffenen Großanlagen sind Anlagen zur Erwärmung von Trinkwasser mit mehr als 400 Litern (Speichervolumen). Dies gilt ebenso bei Warmwasserleitungen mit mehr als drei Litern Inhalt bei der längsten Rohrleitung.

Es reicht, wenn eines der Kriterien erfüllt ist. Folglich ist eine untersuchungspflichtige Großanlage auch eine Trinkwasseranlage, die zwischen der am weitesten entfernten Wasserentnahmestelle und dem Gerät zur Erwärmung des Wassers mehr als 3 Liter Wasserinhalt beinhaltet.

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Was sind Legionellen?

Was sind Legionellen?

Legionellen sind eine im Wasser lebende Bakterienart, die dem Menschen gefährlich werden können.

Die besten Bedingungen für diese Bakterien sind im Bereich von 25 bis 50 °C mit einer geringen Frischwasserzufuhr. Der Namens­geber für diese Bakterien ist die Legionärs­krankheit. Wenn diese Bakterien lange in einem Rohrsystem verweilen können und günstige Wachstumsbedingungen haben, besteht die Gefahr der Ausbreitung der Bak­te­rien. Eine Übertragung von Legionellen ist theoretisch schon durch einfachen Kontakt mit dem Leitungswasser möglich. Aber nicht jede Berührung mit Legionellen führt zu einer Gefährdung der Gesundheit.

Ein gesunder Mensch, der legionellenhaltiges Wasser zu sich nimmt, sollte normalerweise gesund bleiben. Wenn das Wasser aber nebelig zerstäubt wird, wie z. B. in einer Klima­anlage oder beim Du­schen (Was­ser­dampf), besteht die Möglichkeit, dass die Bakterien in tiefe Lungenbereiche ein­drin­gen. Das Ein­at­men solches zerstäubten Wassers ist sehr gefährlich. Alles, was Wasser also in Form von Wassertröpfchen abgibt, ist gesund­heits­gefährdend, sofern Legionellen in dem darin enthaltenen Wasser vorhanden sind.

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Tipps

Zu diesem Thema haben wir noch Hinweise für Sie.

  • Damit Ihre Trinkwasserversorgung den Vorschriften entspricht, raten wir zu einem Trinkwasser-Check, den wir bei Ihnen durchführen können.
  • Den „Stammtext Trinkwasserverordnung und Legionellen“ finden Sie hier.
  • Die Broschüre des Umweltamts „Rund um das Trinkwasser“ finden Sie hier.
  • Die Broschüre des Umweltamts „Gesundes Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen“ finden Sie hier.

Videos

Mit diesen Beiträgen können Sie sich zusätzlich informieren.


Produktinformationen der Markenhersteller

Beispiele, Trends und Lösungen aus diesem Bereich finden Sie hier.

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